Einige Beispiele aus unserer Coachingpraxis
Die persönlichen Situationen und Coachingziele hier sind aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes verkürzt und abstrahiert, so dass die realen Personen und Unternehmen für Außenstehende nicht mehr erkennbar sind.
Ziel ist es vielmehr, unsere Vorgehensweisen im Coaching im Hinblick auf ganz unterschiedliche Coachingziele vorstellbar zu machen.

Beispiel 1: Work-Life-Balance
Die Situation: Herr C., ca. 40, ist Führungskraft in einem Großunternehmen und trägt die Personalverantwortung für 20 Mitarbeiter. In den letzten Jahren ist seine Abteilung und damit seine Arbeitsbelastung stetig gewachsen. Er hat bereits seit einiger Zeit deswegen gesundheitliche Probleme, worüber sich die Familie Sorgen macht.

Das Anliegen: Herr C. möchte über seine beruflichen Optionen nachdenken mit dem Ziel, künftig mehr Zeit für sich selbst und seine Familie zu haben.

Im Coaching: Anhand biografischer Analysen und Frageszenarien macht sich Herr C. sein Arbeitsethos und seine beruflichen Grundwerte bewusst. Auch seine Einstellungen zum Thema Führung und Delegation kommen bei ihm auf den Prüfstand. Im Coaching entwickelt und prüft Herr C. verschiedene berufliche Optionen und Wünsche. Aus diesen Impulsen resultieren mehrere Ansätze zur Gestaltung seines beruflichen und privaten Zeiteinsatzes, von denen Herr C. in der Folgezeit die meisten auch umsetzt.

Rückmeldung nach 1/2 Jahr: Herr C. hat einige organisatorische Veränderungen in seinem beruflichen Umfeld vorgenommen, so dass er wesentlich mehr Spielraum und Zeit für sein Privatleben gewinnt. Dadurch geht es ihm inzwischen auch gesundheitlich wesentlich besser und er ist sehr zufrieden mit dem Erreichten.

Beispiel 2: Plötzlich Führungskraft
Die Situation: Frau D., Ende 20, ist bisher Sachbearbeiterin in einem mittelständischen Unternehmen und bekommt innerhalb der gleichen Abteilung eine Aufgabe als Teamleiterin. In diesem Team gibt es allerdings bisher schon einige Spannungen.

Das Anliegen: Frau D. fühlt sich unsicher, wie sie als bisherige Teamkollegin nun als Führungskraft auftreten und die Aufgabe erfüllen kann, alle ins Team zu integrieren.

Das Coaching: In einem Dreier-Gespräch mit dem Vorgesetzten vor Beginn des Coachings werden die Anliegen und gegenseitigen Erwartungen erörtert und die Ziele von Frau D. und ihrem Vorgesetzten geklärt. Im Coaching, das sich über einige Monate erstreckt, entwickelt Frau D. für sich ein Bild davon, wie sie als Führungskraft wahrgenommen werden möchte. Schritt für Schritt erarbeiten wir aufgrund ihrer (Selbst)Beobachtungen in konkreten Situationen Alternativen zu ihren bisherigen Kommunikations- und Handlungsmustern. Das führt dazu, dass Frau D. sich zunehmend sicher fühlt in ihrer Führungsaufgabe. Vor allem durch eine klare Gesprächsführung - auch mit ihrem Vorgesetzten – gelingt es Frau D., die Spannungen unter den anderen Teammitgliedern aufzunehmen und abbauen zu helfen .

Rückmeldung: Im gemeinsamen Review-Gespräch, das den Coachingprozess abschließt, bestätigt der Vorgesetzte Frau D. diese positive Entwicklung und bestärkt sie in ihrem gewonnenen Selbstvertrauen.

Beispiel 3: Laufbahnplanung
Die Situation: Frau A., Mitte 30, ist hoch qualifizierte Fachkraft in einer großen Organisation. In absehbarer Zeit steht eine Fusion mit einer anderen Organisation an und in der Folge davon ein Ortswechsel. Ihr Anstellungsvertrag ist befristet.

Das Anliegen: Frau A. möchte für sich rechtzeitig klären, wie sie angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen ihre berufliche Zukunft gestalten kann und über welche Eignung und Stärken sie im Hinblick darauf verfügt.

Im Coaching: Auf der Grundlage einer ausführlichen biografischen Analyse verdeutlicht sich Frau A. ihre bisherige berufliche und persönliche Entwicklung und macht sich ihre Kompetenzen und Stärken bewusst. Ein weiteres Augenmerk legt sie im Coaching auf die sie leitenden Werte und Erfolgsbegriffe. Eine Sammlung beruflicher Entwicklungsrichtungen ergibt in der Folge eine Fülle denkbarer beruflicher Alternativen. Diese überprüft Frau A. im Hinblick auf die für sie entscheidenden Motivationsfaktoren und Rahmenbedingungen. Ergänzt um die Fremdwahrnehmung von Frau A.s Soft Skills während des Coachings, kristallisieren sich für Frau A. einige Arbeitsfelder heraus, in denen ihre Stärken besonders zur Geltung kommen könnten.

Rückmeldung: Frau A. fühlt sich am Ende des Coachings gut gerüstet, um bei Bedarf berufliche Alternativen zu konkretisieren. Da sie sich jedoch in keinem unmittelbaren Zugzwang sieht, kann sie die weiteren Schritte in aller Ruhe und Überlegtheit angehen.